Kuratorische Artefakte werden auch durch SRS-XRF-Scanning von Mb.Av.100, HMN1880 und in WDCCSG100 (Ref. 21) eindeutig aufgelöst. Insbesondere wurde Zn an die Peripherie der Felsplatte der beiden Berliner Exemplare (Mb.Av.100 und HMN1880) gesetzt, wahrscheinlich durch den Einsatz von Klebstoffen und möglicherweise durch den Einsatz von Klebstoffen und möglicherweise durch den Einsatz von Schubladengriffen aus Messing, die in den Museumsspeichern während der Handhabung verwendet werden. Dies zeigt, wie wichtig eine groß angelegte chemische Charakterisierung und Bildgebung im Vergleich zu herkömmlichen SEM-basierten Techniken ist. Eine solche kleinräumige Analyse wäre nicht in der Lage, die Gesamtverteilung von Zn aufzulösen, und könnte fälschlicherweise als endogene Herkunft interpretiert werden. Mit der Synchrotron-basierten Bildgebung, die in dieser Studie angewendet wird, können wir jedoch in unserer Analyse getrost zwischen Kontamination und endogenen Elementbelastungen (in diesem Fall Zn) unterscheiden.16 SRS-XRF-Ergebnisse deuten darauf hin, dass das fossile Inventar von Cu, Ni oder S in MB. AV.100 ist nicht direkt von kuratorischen Prozessen betroffen. Scans der gesamten Probenoberfläche zeigen, dass die Cu- und Ni-Muster nicht mit Verunreinigungen in Verbindung gebracht werden. Die Cu-, Ni- und Bio-S-Distributionen in MB. Av.100 und HMN1880 werden stark durch Federstruktur gesteuert, aber nur leichtere Elemente (P und S) sind zwischen allen drei untersuchten Proben vergleichbar. Diese elementaren Muster sind höchstwahrscheinlich endogen, und die Tatsache, dass die Cu-Bindungsumgebung in zwei der Proben mit der organischen Chelation übereinstimmt16 impliziert, dass die Spurenmetalle in MB.

Av.100 und HMN1880 sind Biomarker für die Eumelaninpigmentierung in Archaeopteryx. Es gibt ein ausgeprägtes Gefiedermuster aus dunklem Pigment in den äußeren Eiten und Spitzen, während die innere Schaufel (geschützt durch überlappende Federn) relativ unpigmentiert bleibt (Abb. 1E und Abb. 3). Dies unterstützt eine mögliche visuelle Rolle für Pigmente in den Federn von Archaeopteryx, die möglicherweise als Fitnesskriterium bei der natürlichen Selektion dieser Art fungieren und sich auf die Entwicklung der Pigmentierung in diesem und anderen gefiederten Theropoden-Dinosauriern auswirken. Die außergewöhnliche Erhaltung von MB. Av.100 und BSP-1869-VIII-1 (Abb. 2) suggerieren das mögliche Vorhandensein von endogenen Melaninpigmenten und/oder deren Abbauprodukten.13,22 Jüngste Arbeiten zur melanossomen Morphologie legen nahe, dass das Pigment in Archaeopteryx-Federn höchstwahrscheinlich schwarz war.13 Die aktuellen Studien der Melanossomenmorphologie stützen sich jedoch auf Punktproben und sagen die Anwesenheit und Farbe von Pigmenten an diskreten Stellen voraus. Diese Ansätze sind daher nicht in der Lage, die Intensität/Verteilung von Federpigment entosen über ein vollständiges Fossil zu quantifizieren. Die Verwendung von Strukturinformationen zur Diagnose der Pigmentierung11–13 beruht auf der Annahme, dass es eine Korrelation zwischen der Menge der konservierten Melanosomen und der Pigmentdichte gibt, und berücksichtigt keine chemischen Veränderungen wie strukturelle naden.